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Erste Studie zeigt auf: Online-Zeitalter bringt neue Journalistentypen
 
Die Studienautoren Bernd Wollmann und Petra Engl-Wurzer nahmen Prof. Fritz Karmasin in die Mitte
Foto: pressetext austria
Journalisten zeigen grundsätzlich wenig Vertrauen in das Medium Internet. Dennoch bezeichnen es mehr als 80 Prozent der Medienvertreter als ideales Recherchemedium, so das Ergebnis einer aktuellen Studie von Bernd Wollmann und Petra Engl-Wurzer am Wiener Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Die Mehrheit der Journalisten gehe zudem davon aus, dass auch die Branchenkollegen das Web zu Recherchezwecken nutzen, obwohl es als unglaubwürdig eingeschätzt wird.
"Die meisten Medienvertreter sehen sich selbst in der Gatekeeperfunktion, also als regulierenden Filter. Dadurch erklärt sich der Widerspruch zwischen der Meinung über das Internet und dessen Nutzung", so Bernd Wollman.
Aus dem Studienergebnis lassen sich drei neue Journalistentypen ableiten: Typ Eins ist der selbstbewusste Internetskeptiker, der das Internet als Medium betrachtet, das traditionelle Recherchemethoden verdrängt und dadurch eine nachhaltige Veränderung des Arbeitens sowie des Berufsbildes des Journalisten begründet hat. Typ Zwei bezeichnet den kritischen Internetnutzer. Dieser betone besonders die eigene Funktion als Filter, erläutert Wollmann. Und Typ Drei, der Internetaffine Allrounder, kann grundsätzlich als neuer Typ von Journalisten gesehen werden. Dazu zählen besonders Frauen und junge Medienvertreter.