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Verlag Gruner+Jahr expandiert weiterhin am chinesischen Markt
  Hamburg (dpa) - Das Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr beteiligt sich maßgeblich an vier weiteren Zeitschriften in China. Damit werde Gruner+Jahr zum zweitgrößten Anbieter von Publikumszeitschriften in China, betonte Vorstand Torsten-Jörn Klein kürzlich gegenüber der dpa in Hamburg. "Wir erwarten in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum auf dem chinesischen Markt, weil die Mittelschicht und damit die Zielgruppe für unsere Zeitschriften jedes Jahr um mehrere Millionen Menschen zunimmt", sagte Klein. Auch das Anzeigenwachstum sei "enorm". China sei für Gruner+Jahr ein strategisch bedeutsamer Markt.
Das Verlagshaus gab in der ersten Novemberhälfte nach zweijährigen Verhandlungen den Einstieg bei der chinesischen Gesellschaft BODA bekannt, die unter anderem die beiden führenden chinesischen Frauenzeitschriften herausgibt. Die Auflagen der beiden Spitzentitel liegen bei 800 000 und 700 000 Exemplaren. Die vier Magazine von BODA sollen mit den vier Titeln zusammengeführt werden, die Gruner+Jahr schon bislang in China herausgab, darunter eine chinesische Variante von "Eltern", ein Wissenschafts- und ein Automagazin. "Damit haben wir eine sehr schöne Titelpalette für Frauen und Männer im Programm", sagte Klein.
Über die Höhe der Investition und der Beteiligung machte der Verlag keine Angaben, doch dürfte es sich nach Einschätzung von Marktkennern um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Der Hamburger Verlag, der in Deutschland unter anderem den "Stern" und "Geo" herausgibt, ist traditionell stark im Ausland engagiert und erwirtschaftet dort rund 60 Prozent seines Umsatzes. In mehr als 20 Ländern veröffentlicht Gruner+Jahr rund 285 Titel.